Simplon (Made in Austria)

Simplon (Made in Austria)

1930 startete Josef Hämmerle in Hard bei Bregenz ein Fahrradgeschäft. Die Kunden mussten jedoch erst nach und nach überzeugt werden - Räder „Made in Switzerland“ waren damals die bevorzugte Ware. Über den Faktor Qualität etablierte sich das Unternehmen aber, als kleine Referenz an die Schweiz bleibt bis heute der Name „Simplon“ - in Anlehnung an den bekannten schweizerischen Alpenpass. 1981 gewinnt Gerhard Zadrobilek auf einem Simplon-Renner die Österreich-Rundfahrt, in den späten 1980er-Jahren ist man vorne mit dabei beim ersten Boom der neu aufgekommenen Mountainbikes.

Entwicklung, Konzeption und Montage sind seit jeher in Österreich beheimatet - neben dem oberösterreichischen Hersteller KTM ein Alleinstellungsmerkmal. Die Konkurrenz ist groß am Fahrradmarkt - einige wenige Hersteller besorgen einen Großteil des Geschäfts, viele Teile sind mittlerweile Standardteile und werden in Fabriken von oft unbekannten Drittleistern gefertigt.

Für Karbonrahmen gelten ohnehin andere Regeln. Hier sind für den gesamten Markt die größten Teile der Herstellung nach Asien ausgelagert. Qualitativ ist man hier absolut up-to-date, das Know-How und die Fertigungsmethoden der asiatischen Hersteller garantieren eine hervorragende Qualität bei Rahmen und Karbonteilen. Unterschiede zwischen den europäischen Marken machen der jeweilige Entwicklungsaufwand und die Innovationsbereitschaft. 

Und genau an diesem Punkt übernimmt die Zentrale in Hard bei Bregenz gerne das Kommando. Innovationen, Neuerungen und technische Entwicklungen kommen direkt aus Vorarlberg. Akribische Qualitätskontrollen der in der Zentrale eintreffenden Bauteile bilden das zweite große Standbein der Philosophie, die hinter den Bauteilen von Simplon steht.

Wie das mit der Entwicklung neuer Produkte ablaufen kann, war mehr oder weniger in Echtzeit mitzuverfolgen. Die Entwicklungsabteilung von Simplon hatte ein neues Modell entworfen - das „Pride“. Dann passierte eine UCI-Regeländerung, die zum Anlass genommen wurde, die bisherigen Entwicklungsschritte großteils zu verwerfen und mit der Entwicklung zurück zum Start zu gehen. An dieser Stelle ungewöhnlich, machte Simplon diesen Prozess öffentlich und teilte diese Gedanken, die anstehenden Herausforderungen und die damit verbundenen Probleme mit den Kunden. In mehreren Videos wurde also ein „intimer“ und ehrlicher Einblick in die nunmehr zweite Entwicklung des neuen Pride gewährt, die in der Fertigstellung des Prototyps Anfang 2017 gipfelte. Dieses „Hose-runterlassen“ wurde und wird seitens der Kundschaft sehr wertgeschätzt, das Feedback auf die Pride-Kampagne ist laut Simplon überwältigend und durchwegs positiv.

Auch das Produkt am Ende dieser Entwicklung ist überwältigend. Das Pride ist ein Aero-Renner mit kompletter Integration der Schaltung und sämtlicher Züge sowie mit Scheibenbremsen. Auf Seiten der Geometrie wird jedes Modell an die zukünftige Fahrerin bzw. den zukünftigen Fahrer angepasst - dazu stehen nicht zuletzt individuelle Vorbau-Lenker-Kombinationen zur Verfügung.

In den nächsten Monaten wird das Simplon Pride auch bei den Händlern das Licht der Welt erblicken und sich damit in eine illustre Produktpalette einfügen. Große Teile des Portfolios umfassen den immer größer werdenden Markt von E-Bikes bzw. E-Mountainbikes, auch klassische Mountainbikes bilden nach wie vor einen großen Anteil der von Simplon gefertigten Räder. Außerdem werden zahlreiche Modelle im Bereich „Active Lifestyle“ angeboten, Touren- bzw. Touringräder für vielfältige Einsatzzwecke.

Bei den Rennrädern bildet das bereits erwähnte Pride die technologische Speerspitze als Aero-Racing-Bike. Die unterschiedlichen Modelle der Pavo-Reihe bilden eine tolle Basis für komfortablere Touren-Rennräder - wahlweise auch mit Scheibenbremsen. Das Kiaro schlägt in eine ähnliche Kerbe wie das Pavo mit einem sehr klassischen Layout, das Inissio bedient als Crosser die Allroad-Fraktion.

Wer ein Simplon sein Eigen nennen möchte, geht üblicherweise nicht einfach ins nächste Geschäft und fährt gleich mit dem Rad nach Hause. Die bereits eingangs erwähnten Ansprüche der Marke Simplon - Qualität und Individualität - finden sich auch im Radkauf wieder. Dementsprechend ist der Kunde eingeladen, das Wunschrad nach seinen Ansprüchen und Präferenzen zu konfigurieren. Ausgehend von einem Rahmenset können daher sämtliche Bestandteile, Ausstattungsmerkmale und auch geometrierelevante Bauteile individualisiert werden. Damit das Ganze in sinnvollen und geordneten Bahnen abläuft, legt Simplon Wert auf ein qualifiziertes Händlernetz, das den Kontakt zum Endkunden sicherstellt.

Ein auf diese Weise konfiguriertes Rad wird dann in der Simplon-Zentrale in Hard bei Bregenz "nach Maß" zusammengebaut. Sämtliche Arbeitsschritte sind dabei in der Zentrale nebeneinander angeordnet, eine ausgeklügelte Lagerlogistik stellt sicher, dass die gewünschten Komponenten zeitnah verfügbar sind. Simplon versucht - vom Zeitpunkt einer einlangenden Wunschkonfiguration - das fertige Rad innerhalb von wenigen Tagen zum Endkunden zu bringen. Diese Wartezeit erscheint angesichts des individuell gefertigten Rades absolut gerechtfertigt.

Modelle zum Kennenlernen und auch zum Probefahren stehen bei den lokalen Händlern natürlich trotzdem bereit. Alternativ bietet sich auch ein Ausflug nach Hard an, wo im hauseigenen Testcenter eine sehr ausführliche Rennrad-Modellberatung stattfindet. Für diese fallen zwar Kosten an, diese werden aber - wie sonst auch üblich - bei einem Radkauf entsprechend zurückerstattetbzw. gutgeschrieben.

Wie geht es also einem österreichischen Hersteller am internationalen Radmarkt? 

Simplon zählt mit rund 13.000 Rädern pro Jahr zu den kleineren Vertretern der Zunft. Wachstum um jeden Preis ist aber nicht das Credo der Vorarlberger - vielmehr hält man an den Grundwerten des Unternehmens fest: Qualität, Individualität und Innovation. Ebenso wichtig ist der Standort Österreich - natürlich wären an einem anderen Standort (in einem anderen Land) günstigere Produktionsbedingungen vorzufinden und entsprechende Gewinne zu lukrieren, doch das will man schlicht und ergreifend nicht. Die zufriedenen, firmentreuen und vor allem hochqualifizierten Mitarbeiter in Hard bei Bregenz bestätigen das auf sympathische Weise.

Alle Infos auf www.simplon.com

Zwei Trucker Caps von Simplon werden unter allen Einsendungen verlost. Die Caps wurden von Simplon zur Verfügung gestellt. Die Gewinner werden per Email verständigt. Ein Versand ist nicht möglich!

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Race Around Austria 2017

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Team Chase bei der Race Around Austria-Challenge

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